FAQ - Häufig gestellte Fragen

 

Im Folgenden finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen der folgenden Themenkomplexe: 

I- Allgemeine Informationen zur Akkreditierung von Studiengängen gemäß den international anerkannten Qualitätsanforderungen der FIBAA

II- Selbstdokumentation 

III- Peer-Review-Verfahren und Begutachtung vor Ort 

IV- Entscheidungen der FIBAA-Akkreditierungskommission für Programme (F-AK PROG) und ihre Konsequenzen 

I- Allgemeine Informationen zur Akkreditierung von Studiengängen gemäß den international anerkannten FIBAA-Qualitätsanforderungen

 

Wie lange dauert ein Programmakkreditierungsverfahren?

Das Verfahren zur Programmakkreditierung dauert von der Einreichung der Selbstdokumentation der Hochschule bis zur Entscheidung der F-AK PROG in der Regel sechs Monate. Nach Vertragsschluss kommt die FIBAA auf Sie zu, um einen passenden Zeitplan mit Ihnen zu vereinbaren. 

II- Fragen zur Selbstdokumentation

 

Nach welchen Vorgaben sollen wir die Selbstdokumentation erstellen?

Für eine Programmakkreditierung gemäß den Qualitätsanforderungen der FIBAA erstellen Sie Ihre Selbstdokumentation auf Basis des FIBAA-Fragen- und Bewertungskataloges. Dieses Dokument enthält alle relevanten Qualitätsanforderungen in Form von Fragen und Definitionen zu den Benchmarks. 

Bis wann müssen wir die Selbstdokumentation bei der FIBAA einreichen?

Ihre Selbstdokumentation reichen Sie spätestens ein Jahr nach Vertragsabschluss ein. 

Wie viele Exemplare der Selbstdokumentation sollen wir bei der FIBAA einreichen?

Die FIBAA benötigt ein Exemplar in elektronischer Form (auf CD-ROM, DVD, USB-Stick usw.) und ein Exemplar in Papierform. Sollte darüber hinaus ein Gutachter die Selbstdokumentation in Papierform benötigen, werden Sie gebeten, dem Gutachter ein Exemplar direkt zukommen zu lassen. 

Was geschieht, nachdem wir unsere Selbstdokumentation eingereicht haben?

Nach Einreichung der Selbstdokumentation benennt die FIBAA einen Projektmanager, der die Koordination des Verfahrens übernimmt und Ihnen für die Zeit des gesamten Verfahrens als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Der Projektmanager terminiert in Absprache mit Ihnen die Begutachtung vor Ort. Der Gutachterausschuss für Programmakkreditierung bestellt ein Gutachterteam. 

Nachdem die Selbstdokumentation von der FIBAA auf Vollständigkeit geprüft ist, wird sie vom Gutachterteam auf Konsistenz, Plausibilität und Konformität mit den FIBAA-Qualitätsanforderungen und internationalen Richtlinien und Vorgaben geprüft. Danach folgt die Begutachtung vor Ort. 

III- Fragen zum Peer-Review-Verfahren und zur Begutachtung vor Ort

 

Wie werden die Gutachter ausgewählt?

Die Begutachtung von Studiengängen richtet sich nach dem im akademischen Bereich üblichen "Peer-Review-Verfahren": Unabhängige und nach fachlichen Kriterien ausgewählte Gutachter prüfen und bewerten die Sachverhalte mit der Hochschule "auf Augenhöhe". Ein strenges Kriteriensystem der FIBAA stellt dabei zu jeder Zeit eine unbefangene und verständige Expertise sicher. 

Grundsätzlich besteht ein Gutachterteam aus mindestens vier Personen, davon zwei aus der Wissenschaft (Universitäts- und Fachhochschulprofessor/-in), eine aus der Berufspraxis (Unternehmensvertreter/-in) und einem studentischen Mitglied. Die FIBAA verfügt über einen Gutachterpool mit mehr als 500 ausgewiesenen Experten. 

FIBAA legt für die Bestellung von Gutachtern eine Reihe von Anforderungen zugrunde, die auch Kenntnisse von Evaluations- und Akkreditierungsverfahren umfassen. Daher bietet die FIBAA regelmäßig Schulungen und Seminare für ihre Gutachter an. 

Die Zusammensetzung des Gutachterteams wird Ihnen rechtzeitig mitgeteilt. Um die Unbefangenheit des Gutachterteams zu sichern, räumt die FIBAA Ihnen die Möglichkeit eines begründeten Einspruchs ein. Ein Vorschlags- oder Vetorecht der Hochschule besteht jedoch nicht. 

Wie wird die Begutachtung vor Ort organisiert?

Die Begutachtung vor Ort findet in der Regel an 1,5 bis 2 Tagen statt, je nach Anzahl der zu akkreditierenden Studiengänge. Das Gutachterteam macht sich durch Gespräche mit der Hochschulleitung, dem Lehrpersonal, den Studierenden, den Absolventen sowie den Verwaltungsmitarbeitern ein umfassendes Bild über den Studiengang und die Mitwirkung aller Beteiligten.

IV- Entscheidungen der F-AK PROG und ihre Konsequenzen

 

Wie oft tagt die F-AK PROG?

Die F-AK PROG tagt viermal im Jahr in einem Abstand von etwa drei Monaten. Die Termine werden auf der FIBAA-Homepage bekanntgegeben. In der Regel vereinbaren wir bereits bei der Einreichung der Selbstdokumentation mit Ihnen den gewünschten Zeitpunkt zur Befassung der FIBAA-Akkreditierungskommission. 

Welche Entscheidung kann die F-AK PROG treffen?

Die F-AK PROG kann entweder 

  • die Akkreditierung ohne Auflagen, 
  • die Akkreditierung unter Auflagen (wenn höchstens 7 Asterisk-Kriterien nicht erfüllt sind und gleichzeitig die Kriterien 1.1 'Zielsetzung des Studienganges' und 3.1.1 'Logik und konzeptionelle Geschlossenheit des Curriculums' erfüllt sind) oder 
  • die Versagung der Akkreditierung (wenn mehr als 7 Asterisk-Kriterien und/oder mindestens eines der Kriterien 1.1 und 3.1.1 nicht erfüllt sind) beschließen. 

Vor der Entscheidung der F-AK PROG erhalten Sie das Gutachten ohne die gutachterliche Beschlussempfehlung zur Stellungnahme. Alle Entscheidungen der F-AK PROG werden unter Würdigung Ihrer Stellungnahme getroffen. 

Für welche Dauer werden die Studiengänge akkreditiert?

Die Akkreditierungsfrist bei der Erst-Akkreditierung beträgt fünf Jahre.

Bei der Re-Akkreditierung beträgt sie sieben Jahre.

Im Fall einer Akkreditierung unter Auflagen kann die Akkreditierungsdauer verkürzt werden. 

Was geschieht nach einer positiven Akkreditierungsentscheidung?

Nach einer positiven Akkreditierung gemäß den FIBAA-Qualitätsanforderungen erhalten Sie das FIBAA-Qualitätssiegel für die akkreditierten Programme. Die Akkreditierungsergebnisse, Namen der beteiligten Gutachter und die vollständigen Gutachten (unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Vorgaben) werden auf der Homepage der FIBAA veröffentlicht (→ akkreditierte Studiengänge). 

Was geschieht nach einer negativen Akkreditierungsentscheidung?

Bei Versagung der Akkreditierung eines Studienganges kann eine neue Akkreditierung nur nach einer Sperrfrist von grundsätzlich einem Jahr neu beantragt werden. 

Was geschieht im Fall einer Akkreditierung unter Auflagen?

Sie weisen innerhalb der von der F-AK PROG festgelegten Frist (regelmäßig 9 Monate) die Erfüllung der beschlossenen Auflage(n) per E-Mail an auflagen[at]fibaa.org nach. Bitte beachten Sie bei der Erfüllung von Auflagen die Handreichung für die Auflagenerfüllung, die wir Ihnen mit dem Beschluss der F-AK PROG sowie auf Anfrage gerne zusenden.

Ihr eingereichter Nachweis wird bei inhaltlichen Auflagen unmittelbar von den Gutachtern geprüft, bei formalen Auflagen in der FIBAA-Geschäftsstelle. Auf Basis der Stellungnahme der Gutachter bzw. der Geschäftsstelle beschließt die F-AK PROG über die Erfüllung der Auflage(n).

Falls die Erfüllung der Auflage nicht fristgerecht nachgewiesen werden kann, können Sie in begründeten Fällen eine einmalige Fristverlängerung (max. 6 Monate) beantragen. Andernfalls ist die FIBAA nach Mahnung und Setzen einer angemessenen Nachfrist verpflichtet, die Akkreditierung für den Studiengang zu entziehen. 

Was geschieht, wenn wir mit der Entscheidung der F-AK PROG nicht einverstanden sind?

Jede Entscheidung der F-AK PROG wird Ihnen schriftlich mitgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie einen Monat Zeit, um schriftlich eine begründete Beschwerde bei der FIBAA einzulegen. Die Beschwerde wird zunächst von den Gutachtern geprüft, die der F-AK PROG eine Beschlussempfehlung zuleiten. Hilft die F-AK PROG der Beschwerde nicht ab, wird der Vorgang dem FIBAA-Beschwerdeausschuss zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt. Die endgültige Entscheidung trifft die F-AK PROG. 

In welchem Fall verleiht die FIBAA das FIBAA-Premium-Siegel?

Studiengängen, die sich auf dem Markt bereits etabliert haben und im Rahmen eines Akkreditierungsverfahrens gemäß den internationalen Qualitätsanforderungen der FIBAA eine exzellente Qualität in Studium und Lehre aufweisen, verleiht die FIBAA das FIBAA-Premium-Siegel. Diese Auszeichnung bestätigt, dass ein Studiengang insgesamt eine herausragende Qualität aufweist. Sie gibt Studieninteressenten, Studierenden, Absolventen, Hochschulen und dem Arbeitsmarkt verlässliche Orientierung über die Qualität des Studienganges. 

Informationen zu den Grundsätzen für die Vergabe des FIBAA-Premium-Siegels finden Sie hier. 

Dürfen Änderungen bei einem bereits akkreditierten Studiengang vorgenommen werden?

Änderungen des akkreditierten Studienganges sind natürlich möglich - und als kontinuierliche Verbesserungen und Aktualisierungen sogar ausdrücklich erwünscht. Wenn diese Änderungen wesentlicher Natur sind (z. B. neuer Hochschulstandort, neue Vertiefungsrichtung) und die Konzeption und das Profil eines Studienganges betreffen, müssen sie der FIBAA angezeigt werden. Die FIBAA prüft dann, ob die Änderungen qualitätsmindernd sein könnten und deshalb eine erneute Begutachtung erforderlich ist. Die FIBAA entscheidet darüber, ob das Verfahren im Einzelfall verkürzt werden kann und z. B. auch eine Telefonkonferenz mit der Hochschule oder eine Begutachtung auf Grundlage schriftlicher Unterlagen in Frage kommt. Sofern Unsicherheiten bestehen, ob eine Änderung angezeigt werden muss, steht die FIBAA gern für Rückfragen zur Verfügung. 

Kann die Akkreditierung entzogen werden? Falls ja, in welchen Fällen?

FIBAA sieht sich in einigen Fällen verpflichtet, die Akkreditierung (nach Mahnung und Fristsetzung) zu entziehen. Dies ist der Fall,

  • wenn die Hochschule die Auflagen nicht in der festgelegten Frist erfüllt oder
  • die Hochschule der Akkreditierungsagentur anzeigepflichtige Änderungen nicht meldet, obwohl diese die Grundlagen der ursprünglichen Akkreditierung substanziell berühren.